Willkommen auf der Insel Boipeba
 
 

Die Insel Boipeba gehört zur Inselgruppe Tinharé, die die Gemeinde Cairu bildet.

Umgeben auf der einen Seite vom Ozean und auf der anderen von den Flüssen Rio do Inferno und Rio dos Patos, besitzt die Insel seltene Ökosysteme mit außergewöhnlicher Schönheit.

 

Der Name Boipeba entstammt dem Wort mboi pewa aus der Sprache Tupy, das "Flache Schlange" bedeutet, wie die Tupyindianer die Meeresschildkröten bezeichneten.

 

Boipeba ist geprägt durch seinen atlantischem Urwald, seine Dünen, umfangreiche Mangrovenwäldern und paradiesische Strände mit Kokospalmen und vorgelagerten Korallenriffs. Die Riffe, von viele Kanälen durchzogen, schützten die Insel vor der Erosion der Wellen.

 
 

Das Meer ist reich an Korallen, Algen, Fischen, Muscheln, Seeigeln, Seesternen und anderen Meerestieren. Außerdem legen Seeschildkröten an verschiedenen Stränden der Insel ihre Eier ab.

 

 

Die Waldgebiete der Insel bieten einer Vielzahl von Vögeln, Kolibris, Gürteltieren, Faultieren, Füchsen und Reptilien Schutz.

 

Auf Grund der Notwendigkeit die Ökosysteme der Insel Tinharé und Boipeba zu schützen, schuf die Regierung des Bundesstaats Bahia 1992 das Naturschutzgebiet "APA Tinharé e Boipeba".

 
 

Interessiert an der Umsetzung der Richtlinien des Naturschutzgebiets, hat der Verein Amabo ein Programm zur Nachhaltigen Entwicklung der Insel Boipeba entworfen. Mit diesem Pragramm will der Verein zur Erhaltung der Umwelt und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Einwohner beitragen. Dabei wurde nach einem Weg gesucht, der die wirtschaftliche Entwicklung der Insel, speziell de Tourismus, ermöglicht ohne dabei die Umwelt zu zerstören.

 
 

Klima und Temperaturen

Monat
Jan.
Feb.
März
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sept.
Okt.
Nov.
Dez.
Sonnenstunden (Tagesdurchschnitt)
9
8
8
7
6
6
6
7
7
8
8
8
Tagestemperatur (durchschnitt / C°)
31°
31°
30°
29°
28°
27°
26°
26°
27°
28°
29°
29°
Nachttemperatur (durchschnitt / C°)
24°
24°
23°
23°
22°
22°
21°
21°
21°
22°
22°
23°
Wassertemperatur (durchschnitt / C°)
28°
28°
27°
27°
27°
26°
25°
25°
25°
26°
26°
27°
Niederschlag (durchschnitt / mm)
100
110
140
310
310
250
200
150
120
120
120
110
 

Traditionelle Feste

 

Festa de Iemanjá - Februar

Umzug mit Booten, die Geschenke und Blumen für die Meeresgöttin Iemanjá auf dem Meer ausbringen.

 
 

Festa do Divino Espírito Santo - Juni

Fest des Schutzheiligen von Velha Boipeba, mit Umzug auf dem Fluss und Fest in der Kirche und auf dem Dorfplatz.

 
 

Ortschaften

Velha Boipeba ist einer der ältesten Orte Bahias. Schon 1537 gründeten die Jesuiten das Dorf und noch heute ist der Dorfplatz mit der Kirche erhalten. Die Insel hat drei weitere Orte: São Sebastião, Moreré und Monte Alegre.

 

 
 

Velha Boipeba

Velha Boipeba ist der größte Ort auf der Insel, mit ca. 1600 Einwohnern, die zum hauptsächlich vom Fischfang leben. Die Kirche Divino Espírito Santo, im 17. Jahrhundert erbaut, ist eines der ältesten und wichtigsten Baudenkmäler der Region. Velha Boipeba ist der am meisten besuchte Ort der Insel und verfügt über die beste Infrastruktur und die meisten Pousadas, sowie Restaurants und Bars.

 

Moreré

Das Dorf Moreré liegt zwischen den Orten Velha Boipeba und São Sebastião und hat einige Pousadas und Restaurants.

 

 
 

São Sebastião

Der Ort São Sebastião befindet sich an der Südspitze der Insel Boipeba, auch Cova da Onça (Höhle des Jaguars) benannt. Dieser Name bezieht sich auf eine Höhle, die angeblich von den Jesuiten als Unterschlupf gedient haben soll.

 

Wirtschaft und Infrastruktur

 
 

Die Haupteinnahmquelle der Insel ist der Fischfang. Zirka 40 Boote mit Dieselmotor fahren täglich aufs Meer. Außer Fischen, werden Garnelen, Tintenfische, Krebse und Muscheln gefangen.

 

Der Tourismus auf der Insel ist relativ neu. Vor etwa 10 Jahren wurde die Insel als Reiseziel entdeckt und heute gibt es etwa 30 Pousadas und einige Restaurants, Bars und kleine Läden.

Die landwirtschaftlichen Produkte beschränken sich auf Kokosnüsse, Palmöl und einige Früchte wie Mangos, Caju und Mangaba.

 

Auf der Insel gibt es keine Strassen und keine Automobile, was die Besonderheit der Insel ausmacht und auch zur Erhaltung der Umwelt beiträgt. Der Transport wird mit Booten oder Traktoren erledigt.

Der elektrische Strom wird durch ein unterirdisches Kabel zur Insel geleitet. Die Stromspannung beträgt 220 V.

 

 

Geschichte

 
 

Während der ersten Jahre der Kolonisation Brasiliens, diente die bahianische Küste als Stützpunkt auf dem Weg nach Indien, dessen Luxusprodukte, wie Seide, Teppiche, Porzellan und Gewürze, viel interessanter waren als die Produkte die die neue Kolonie anbot.

In den kleinem und großen natürlichen Häfen, wurden kleine Reparaturen durchgeführt und Wasser, Lebensmittel und Brennholz geladen.

 

Die bahianische Küste war von den Indianerstämmen Tupinambá, Tupiniquin und Aimoré bewohnt, die der Sprachgruppe Tupi angehörten. Die Inseln Boipeba, Cairu und Tinharé, wurden von der Gruppe der Tupinambá bewohnt, und der Ort Cairu war die Hauptstadt in der Region. Der Name Cairu, stammt vom Wort Aracajurru ab, der in der Sprache Tupi, "Haus der Sonne" bedeutet.

Ab 1516, beginnt die eigentliche Kolonisation des Landes. Die bahianische Küste wurde zuerst in drei und später in fünf Verwaltungszonen unterteilt, die im XVIII Jahrhundert zusammengelegt wurden und den zentrale Sitz der Regierung Bahias bildete .

Als erster religiöser Orden hatten die Franziskaner Kontakt mit dem neuen Land hergestellt. Wer jedoch eine größte Rolle bei der Kolonisation spielten, waren die Jesuiten, die 1549 mit dem Generalgouverneur, Tomé de Souza, angekommen waren. Umgehend gründeten sie Wohnsitze in Salvador, Porto Seguro und Ilhéus.

 
 

Von diesen Orten ausgehend, gründeten sie Dörfer in der Nachbarschaft. 1563 erhielten die Jesuiten das Gebiet der sogenannten"zwölf Meilen von Camamu", in dem sie im gleichen Jahr die Orte Boipeba und Camamu gründeten.

 

Während des XVII. Jahrhunderts wurde diese Region zum wichtigen Produzenten von Nahrungsmitteln und Baumaterials für die Stadt Salvador. Zu dieser Zeit erlebte Boipeba ein großes Wachstum auf Grund des Zuzugs von Kolonisten vom Kontinent, die vor feindliche Angriffen der Aimorés flüchteten, so daß es zwischen 1608 und 1610 die Stadtrechte erhielt.

 

Die Kirche des Divino Espírito Santo in Velha Boipeba wurde um 1610 von den Jesuiten konstruiert und stellt das wichtigste historische Denkmal der Insel Boipeba dar.

 

 
 

Während der ersten drei Jahrhunderte war die Wirtschaft an der bahianianischen Küste ausschließlich auf den Export von Holz und anderen Naturprodukten ausgelegt, der sich auf zentralen Teil der Küste, zwischen Ilhéus und Valença konzentrierte.

 

Wegen seiner strategischen Position im Eingang der Allerheiligenbucht, befahl 1631 der Gouverneur Diogo Luís de Oliveira, den Aufbau eines Fort in Morro de São Paulo, das 1730 erweitert wurde und sich dadurch in eines der größten Verteidigungsanlagen der brasilianischen Küste verwandelte.

 
 
 

1799 wurde das Dorf Amparo, am Fluß Una gelegen, zur Stadt mit dem Namen Valença erhoben und damit unabhängig von der Stadt Cairu.

 

Das erste große industrielle Projekt das in Bahia errichtet wurde, war die Stoffabrik "Todos os Santos" in Valença. 1847 begann der Betrieb und bereits 1848 wurden täglich 600 Ellen Stoffe produziert und beschäftigte 100 Arbeiter.