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Ilha de Boipeba

Die Insel Boipeba liegt im Archipel Tinharé der Gemeinde Cairu, südlich von Salvador. Die Insel zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Schönheit und Vielfalt der Ökosysteme und ist auf der einen Seite vom Ozean und auf der anderen von Mangrovewäldern der Flüsse dos Patos und Inferno umgeben.

 

Aufgrund der natürlichen Ressourcen, wurde die Region von der UNESCO als Biosphärenreservat und Weltkulturerbe anerkannt und die Insel liegt im Bereich Umweltschutzzone der Inseln Tinharé und Boipeba.

 

Boipeba ist der perfekte Ort für Reisende, die gerne ihren Urlaub in der Nähe zur Natur verbringen wollen und Ruhe und Erholung suchen. Der Ort ist ideal, um einfach einmal die Seele baumeln zu lassen und für ein paar Tage die Strände im Schatten der Kokospalmen zu genießen und schöne Ausflüge zu Fuß, per Boot oder mit dem Kanu zu machen. Wer ab und zu ein wenig Trubel und Abwechslung sucht, findet im Dorf Boipeba diverse Bars und Restaurants.

Der Name Boipeba entstammt dem Wort mboi pewa aus der Sprache Tupy, das "Flache Schlange" bedeutet, wie die Tupyindianer die Meeresschildkröten bezeichneten.

Boipeba ist eine der ältesten Siedlung von Bahia, von den Jesuiten im Jahre 1537 gegründet. Auf der Insel liegen die Dörfer Velha Boipeba, São Sebastião (Cova da Onça), Moreré und Monte Alegre.

Der einzige Zugang zur Insel ist per Boot durch die ruhigen Gewässer der Flüsse, wobei die Fahrt bei Ebbe durch Sandbänke beschwert wird.

Auf der Insel fahren keine Autos, deshalb geht man zu Fuß oder fährt mit dem Traktor. Dieser Umstand spielt eine wichtige Rolle im Umweltschutz und fördert den ökologischen Tourismus.

Boipeba ist vom Atlantischen Regenwalde, Dünen, umfangreiche Mangrovenwäldern und seinen Stränden mit Palmen und Korallenriffen geprägt.

Riffe erstrecken sich entlang der Küste und schützen die Strände von Wellen und Strömungen.

Im Meer leben eine Vielzahl von Korallen, Algen, Fischen, Muscheln, Seeigeln und Seesterne. Darüber hinaus legen Meeresschildkröten an verschiedenen Stränden ihre Eier ab.

Die Waldgebiete bieten einer Vielzahl von Vögeln, Kolibris, Gürteltieren, Echsen, Füchsen und anderen Tieren einen sicheren Lebensraum.


Reisetipps

Klima und Temperaturen

Boipeba‘s tropisches Klima ermöglicht ganzjähriges Reisen. Am heißesten ist es zwischen Oktober und März und ab April ist das Wetter milder. Regen fällt vor allem zwischen Mai und Juli. Zu dieser Zeit kann es schon einmal einige Tage regnen, doch meist komm die Sonne bald wieder zum Vorschein. Mit gleichmassigen warmen Temperaturen kann das ganze Jahr gebadet werden.

JanFebMarAbrMaiJunJulAugSepOktNovDez
Sonnenstunden pro Tag:988766677888
Tagestemperatur:31°31°30°29°28°27°26°26°27°28°29°29°
Nachttemperatur:24°24°23°23°22°22°21°21°21°22°22°21°
Wassertemperatur:28°28°27°27°27°26°25°25°25°26°26°27°
Niederschläge/mm:110110140250310250200150120120120110

Geld

Auf der Insel gibt es keine Bank oder Gelautomaten. Banken mit Geldautomaten sind in Valença zu finden. Die meisten Pousadas, Restaurants und Geschäfte akzeptieren Kreditkarte, aber es ist angebracht etwas Bargeld mitzunehmen.

Telefon und Internet

Die Insel verfügt über ein Telefonnetz und hat Verbindung der meisten Handygesellschaften, sowie Internetverbindung.

Stromversorgung 220 V

Die Insel ist über unterirdische Kabel mit dem Festland verbunden. ACHTUNG, anders als in den meisten Städten ist die Stromspannung 220 V.

Einkaufen

Im Zentrum Boipeba’s finden sich einige Supermärkte, Bäckereien und kleine Souvenirgeschäfte. Die Öffnungszeiten sind in der Regel täglich von 8 bis 12 und von 14 bis 20 Uhr.

Gesundheit

Boipeba hat ein kleines Gesundheitszentrum am Dorfplatz das von Montag bis Freitag von 8 bis 12 und 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Notfälle werden auch am Wochenende und außerhalb der regulären Zeiten behandelt. Außerdem gibt es eine Apotheke im Zentrum. In der Region sind keine besonderen Impfungen notwendig.

Gepäck

Da auf der Insel keine Automobile verkehren wird das Gepäck meistens mit Schubkarren transportiert oder getragen. Deshalb ist es angebracht keine unnötigen Sachen mitzubringen. In den örtlichen Läden kann man praktisch alles zu normalen Preisen kaufen. Leichte Kleidung und Schuhe sowie Standsandalen sind dem tropischen Klima angemessen. Da nicht alle Wege beleuchtet sind ist es vorteilhaft eine Taschenlampe oder ein Handy mit Lampe dabeizuhaben.

Sicherheit

Die Insel Boipeba ist ein ruhiger Ort ohne besondere Sicherheitsprobleme. Es ist trotzdem angebracht seine Sachen nicht unbeaufsichtigt am Strand liegen zu lassen. Der sicherste Ort für Reisepapiere und Bargeld ist immer in der Unterkunft. Im Zentrum am Hafen liegt eine kleine Polizeistation, falls man doch einmal Hilfe braucht.


Velha Boipeba

Velha Boipeba ist der bedeutendste Ort der Insel, mit einer Bevölkerung von rund 2.000 Menschen die im Wesentlichen vom Fischfang und Tourismus leben.

Die Kirche des Divino Espírito Santo in Velha Boipeba, von den Jesuiten 1610 erbaut ist das wichtigste historische Denkmal der Insel Boipeba.

Vídeo Velha Boipeba


Moreré

Das Dorf liegt an der Atlantikküste zwischen Ponta Dos Castelhanos und Velha Boipeba. Heute ist das Dorf, nach Boipeba der am meisten besuchte Ort der Insel mit einigen Pousadas, Bars und Restaurants.


São Sebastião

Der Ort São Sebastião befindet sich an der Südspitze der Insel Boipeba, auch Cova da Onça (Höhle des Jaguars) genannt. Der Name bezieht sich auf eine Höhle, die angeblich den Jesuiten als Unterschlupf vor Angriffen der Indianer während der Kolonialzeit gedient haben soll.


Strände

Der Küste Insel Boipeba wird durch Korallenriffe geschützt und das ruhige Meer lädt zum Schwimmen, Tauchen und zu Bootsausflügen ein. Die verschiedenen Sandstrände mit Kokosnuss-Plantagen erlauben die Schönheiten der Insel im Schatten der Palmen genießen.


Bootsausflug um die Insel Boipeba

Der Bootsausflug um die Insel Boipeba besucht die natürlichen Pools von Moreré, de Stand Ponta Dos Castelhanos, die Sandbank Coroa Grande und den Ort Cova da Onça.

Der Abfahrtspunkt ist am Stand Boca da Barra in Velha Boipeba und der erste Halt bei den natürlichen Pools von Moreré, die bei Ebbe zwischen den Riffen auftauchen. Es ist ein Platz mit vielen Fischen, Hummern, Seesternen, Kraken, verschiedene Korallen und Unterwasserpflanzen.

Ponta Dos Castelhanos ist ein verlassener Strand mit Korallenriffen, der seinen Namen wegen der spanischen Galeone Madre De Dios erhielt, die im 17. Jahrhundert dort untergegangen ist.

Coroa Grande ist eine Sandbank an der Flussmündung des Rio dos Patos die bei Ebbe auftaucht.

São Sebastião, auch als Cova da Onça bekannt, ist der zweitgrößte Ort auf der Insel mit etwa 800 Einwohnern, die hauptsächlich vom Fischfang leben.

Bei den Dorf Canavieiras liegen mehrere schwimmende Flöße wo frische Austern angeboten werden.

Vídeo Bootsausflug


Kanuausflug

Bei dem Ausflug mit einem Kanu durch die Mangroven sind viele Vögel wie Reiher zu sehen, die sich dort von Fischen, Krabben und Garnelen ernähren.

In der Region die roten Mangroven am Häufigsten. Sie haben Luftwurzeln, wo Fische wie der Wolfsbarsch und die Meerbarbe sich fortpflanzen. Es gibt auch viele Krabben, die sich auf den Wurzeln vor einem Fisch namens Baiacu verstecken.

Vídeo Kanuausflug


Wanderung durch die Wälder

Die Insel bewahrt einige Wälder mit einer großen Auswahl von Bäumen, Lianen, Orchideen, Vögeln und wilden Tieren.

Der Serrao ist ein Sumpfgebiet, wo sich das Regenwasser und organisches Material gemischt mit feinem Sand sammelt.

Im Schatten der Bäume wächst die Piaçava Palme, die den Rohstoff für Besen und Dachbedeckungen liefert.

Auf den Dünen des Dorfes Monte Alegre hat man eine schöne Aussicht über weite Teile der Insel und des Festlands. Auf dem sandigen Gebiet wachsen Obstbäume wie der Cashew und der Mangaba Baum.

Der Wald Mata Grande hat einige große Bäume, wie der Jataipeba Baum, der ein sehr festes Holz besitzt, das gerne im Schiffbau verwendet wird.

Vídeo Wanderung durch die Wälder


Traditionelle Feste

Iemanjá Prozession – 2. Februar

Jedes Jahr, am 2. Februar findet eine Prozession statt, bei der Boote auf das Meer hinausfahren um Blumen und Gaben an die Meeresgöttin zu überbringen. Iemanjá repräsentiert die Erschaffung und die große Mutter, die alle die sie aufsuchen mit offenen Armen willkommen heißt.

Video der Prozession


Fest des Heiligen Geistes

Die Gemeinde Boipeba‘s feiert jedes Jahr, sieben Wochen nach Ostern, die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die christliche Gemeinschaft.

Die festliche Zeit geht über neun Tage und beginnt mit dem Hissen der Flagge, begleitet von Liedern und Gesängen. Alle Nächte wird eine Messe in der Kirche abgehalten.

Am Pfingstsonntag wird eine besondere Messe gefeiert, gefolgt von der Prozession durch den ganzen Ort.

Am nächsten Tag findet ein Umzug zu Ehren des Heiligen Franzisco mit einer Bootsparade statt.

Zu dieser Zeit, finden verschiedene kulturelle Veranstaltungen im Ort statt, wie der Umzug der Bumba-Meu-Boi-Gruppe, die Präsentation de Capoeira-Gruppe Axé Bahia und der rituellen Waschung der Kirchentreppe durch den Afro-brasilianischen Kultur Verein Boipeba‘s.

Mehr Informationen in portugiesischer Sprache mit Videos


Geschichte

In den ersten drei Jahrzehnten der Kolonisation diente die bahianischen Küste als Stützpunkt für die Indien-Route, deren Handel von Luxusgütern – Seide, Teppiche, Porzellan und Gewürze – viel einträglicher war als die Produkte der neuen Kolonie. In den kleinen und großen natürlichen Häfen der Küste nahmen die Flotten Wasser und Brennholz auf und führten einige Reparaturen durch.

Die bahianische Küste war von Indianern der Tupi-Sprache-Gruppe bewohnt: den Tupinambás, Tupiniquins und die Aimorés. Auf den Inseln Boipeba, Cairu und Tinharé lebten Indianer der Tupinambás-Gruppe und die Stadt Cairu war die größte Indianermetropole der Region. Der Name Cairu stammt von dem Tupi Wort Aracajurru ab, das Haus der Sonne bedeutet.

Im Jahre 1516 beginnt die Besiedlung des Landes und die bahianischen Küste wurde zuerst in drei und später in fünf Verwaltungszonen unterteilt, die zur Ausbeutung an Privatpersonen vergeben wurden. Im 18. Jahrhundert wurden die Zonen zusammengeschlossen und bildete der zentrale Sitz der Regierung.

Als erster religiöser Orden hatten die Franziskaner Kontakt mit dem neuen Land hergestellt. Wer jedoch eine größte Rolle bei der Kolonisation spielten, waren die Jesuiten, die 1549 mit dem Generalgouverneur, Tomé de Souza, angekommen waren. Umgehend gründeten sie Wohnsitze in Salvador, Porto Seguro und Ilhéus.

Von diesen Orten ausgehend, gründeten sie verschiedene Dörfer in der Nachbarschaft. 1563 erhielten die Jesuiten das Gebiet der sogenannten "zwölf Meilen von Camamu", in dem sie im gleichen Jahr die Orte Boipeba und Camamu gründeten.

Während des XVII. Jahrhunderts wurde diese Region zum wichtigen Produzenten von Nahrungsmitteln und Baumaterials für die Stadt Salvador. Zu dieser Zeit erlebte Boipeba ein großes Wachstum auf Grund des Zuzugs von Kolonisten vom Kontinent, die vor feindliche Angriffen der Aimorés flüchteten, so dass es zwischen 1608 und 1610 die Stadtrechte erhielt.

In den ersten drei Jahrhunderten war die Wirtschaft an der bahianianischen Küste ausschließlich auf den Export von Holz und anderen Naturprodukten ausgelegt, der sich auf zentralen Teil der Küste, zwischen Ilhéus und Valença konzentrierte.

Die wirtschaftlichen Tätigkeiten beschränkten sich auf die Sammlung von Pflanzenfasern und Nüssen der Piaçava- und vor allem Dendê-Palmen. Während des 17. Jahrhunderts entwickelte sich die Produktion von Zuckerrohr in Camamu und Anbau von Maniokwurzeln auf den Inseln von Tinharé und Boipeba, die vor Indianerangriffen geschützt waren. Im 18. Jahrhundert wurden andere Kulturen, wie Kakao, Kaffee, Zimt, Nelken und schwarzem Pfeffer eingeführt.

Wegen seiner strategischen Position im Eingang der Allerheiligenbucht, befahl 1631 der Gouverneur Diogo Luís de Oliveira, den Aufbau eines Fort in Morro de São Paulo, das 1730 erweitert wurde und sich dadurch in eines der größten Verteidigungsanlagen der brasilianischen Küste verwandelte.

1799 wurde das Dorf Amparo, am Fluss Una gelegen, zur Stadt mit dem Namen Valença erhoben und damit unabhängig von der Stadt Cairu. Das erste große industrielle Projekt das in Bahia errichtet wurde, war die Stoffabrik "Todos os Santos" in Valença. 1847 begann der Betrieb und bereits 1848 wurden täglich 600 Ellen Stoffe produziert und beschäftigte 100 Arbeiter.


Das Franziskaner Kloster von Cairu

Eine Vielzahl von Informationen über die Geschichte der Gemeinde Cairu und der Region sind gut dokumentiert im Buch O CONVENTO FRANCISCANO DE CAIRU von JOSÉ DIRSON ARGOLO do Programa M O N U M E N T A | I P H A N

Buch in portugiesischer Sprache